Anlagenbauer Ampack Ammann setzt auf Transparenz und Standardisierung
Neue CIM DATABASE-Plattform organisiert Dokumente, Prozesse und Projekte
Bremen, 24. Juli 2009 – Die Ampack Ammann GmbH beliefert weltweit Kunden mit Hightech-Anlagen für die Abfüllung und Verpackung hochsensibler Lebensmittel wie bspw. Milchprodukte, Krankenhaus- oder Babynahrung. Jede Anlage ist eine Einzelanfertigung, was Projektmanager und Controller vor ständig neue Herausforderungen stellt, denen die bisherige PDM-Lösung nicht mehr gerecht werden konnte. Das in Königsbrunn bei München ansässige Unternehmen beschloss deshalb, ergänzend zum ERP-System eine PLM-Lösung als zentralen Informations-Backbone für alle Anlagen-begleitenden Unterlagen einzuführen. Entscheidend für die Geschäftsleitung war, dass das neue System den Projektmanagement-Prozess umfassend unterstützen kann. Mit der seit Januar genutzten PLM-Plattform CIM DATABASE werden heute bereits mehrere Anlagen projektiert und schon über 70.000 Dokumente verwaltet. In Kürze soll außerdem CONTACTs auch offline zu nutzende „Mobile PLM“-Lösung für die Vorort-Abstimmung mit Kunden eingesetzt werden. Parallel dazu laufen die Vorbereitungen zur Anbindung von Entwicklung und Produktion mit dem Ziel, die neue PLM-Plattform unternehmensweit als universelle Informationsdrehscheibe und Wissensbasis zu nutzen.
Die komplexen Abfüll- und Verpackungssysteme von Ampack Ammann müssen hohe Qualitätsanforderungen in Hinblick auf Hygienestandards, Dosiertechnologien, Lauf- und Formatwechselzeiten u. v. m. erfüllen. Die Projektierung dieser Anlagen verlangt von allen daran Beteiligten ein tiefes Know-how: angefangen von der Aufgabe aus einem breiten Spektrum von Systemkomponenten ein passendes Kundenangebot zu erstellen, über die Koordination der Sales-, Engineering- und Fertigungsprozesse bis hin zu Dokumentation und After Sales Service. Da die bisher genutzte IT-Infrastruktur zunehmend Grenzen gesetzt hat, unterstützt der Anlagenspezialist seine Kernprozesse nun durch CIM DATABASE. Mit der Entscheidung für eine zentrale PLM-Plattform wird ein systemübergreifender integrativer Ansatz verfolgt.
Mit CIM DATABASE steht den Projektingenieuren jetzt ein Werkzeug zur Verfügung, das ihnen die nötigen Informationen schnell und einfach bereitstellt und sie umfassend in der Projektierung unterstützt. Dem Controlling wiederum wird der tagesaktuelle Stand des Projektes „on demand“ zur Verfügung gestellt. Erstanwendungen sind das Dokumentenmanagement, die Volltextsuche, die Prozesssteuerung und das Reporting im jeweiligen Projektkontext. Die geplanten Ausbaustufen umfassen die Integration der M- und E-CAD-Autorensysteme sowie den bi-direktionalen Datenabgleich mit dem ERP-System, sodass im Endausbau der gesamte Lebenszyklus einer Anlage transparent und nachvollziehbar in diesen beiden Systemen abgefragt werden kann.
„Die kundenspezifische Anlagenauslegung ist mit einer wahren Flut von Unterlagen und Informationen verbunden, die es zu organisieren gilt. Das ist mit den bisherigen Methoden einfach nicht mehr vernünftig zu handhaben“, erklärt Jürgen Gonschior, IT-Leiter bei Ampack Ammann. Zu den Key Usern von CIM DATABASE zählt auch die Geschäftsführung selbst, was dem gesamten Projekt sehr zugute kommt. Rainer Ammann, der das Familienunternehmen zusammen mit seiner Schwester in der 2. Generation leitet, ist stark in die Vertriebs- und Projektmanagement-Prozesse eingebunden. Laut Axel Eckstein, Leiter Competence Center Süd von CONTACT, ist das tiefe Prozessverständnis der Ammann-Geschäftsführung ein entscheidender Vorteil für das Projekt: „Weil dieses Thema Chefsache ist, sind die Entscheidungswege kurz. Das Projekt wird beständig vorangetrieben und die Wertschöpfungspotenziale einer modernen PDM/PLM-Technologie konsequent für das gesamte Unternehmen erschlossen“, so Ecksteins Resümee.
Das Bild zeigt eine sogenannten Längsläufer-Anlage, die - je nach Volumen - 5.000 bis 24.000 Flaschen pro Stunde abfüllen kann. (Foto: Ampack Ammann, Königsbrunn)