CONTACT Software GmbH

Paradigmenwechsel im CAD-Datenmanagement

Mit Workspace Manager raus aus der Parallelwelt

Paradigmenwechsel im CAD-Datenmanagement

Bei CAD-Anwendern haben PLM-Systeme oftmals den Ruf, kompliziert und lästig zu sein. Gerade in den frühen Entwicklungsphasen wollen sie ihre Gestaltungsaufgaben möglichst uneingeschränkt ausüben, fühlen sich aber durch das Arbeiten unmittelbar im zentralen Vault eher ausgebremst. Hinzu kommt, dass für viele CAD-Datenmanagementfunktionen die Online-Verbindung zum zentralen PDM/PLM-System architekturbedingt ein Flaschenhals ist. Dies gilt besonders bei weit verteilten Standorten, einem Szenario, das für mehr und mehr Unternehmen zutrifft.

Im Ergebnis entsteht oftmals eine Parallelwelt, weil viele CAD-Anwender ihre Arbeitsergebnisse so lange wie möglich lokal speichern, um sich vor der Komplexität der vollintegrierten, schwerfälligen PLM-Lösungen zu schützen. Damit stehen diese aber für das Concurrent Engineering nicht zur Verfügung, was den Erfolg einer Entwicklungsorganisation gefährdet. Denn Produkte zu entwickeln heißt ja nicht nur, deren Geometrie zu definieren. Produktentwicklung ist kollaborativ, setzt disziplinübergreifend neue Schwerpunkte in den Bereichen E/E und Software, verläuft vom Abstrakten (z.B. Funktionen) zum Konkreten, beinhaltet zahlreiche Sichten auf das Produkt und ist immer stärker unternehmensübergreifend organisiert.

CONTACT-Geschäftsführer Karl Heinz Zachries plädiert deshalb mit Nachdruck für einen Paradigmenwechsel im CAD-Datenmanagement, den sein Unternehmen mit der Abkehr von der bisher üblichen PDM/PLM-Anwendungsarchitektur schon vollzogen hat. Im Interview mit der Fachzeitschrift economic engineering begründet er, warum CAD-Anwender einen größeren Gestaltungsfreiraum benötigen und legt dar, wie sie mit intelligenten Lösungen wieder „an Bord geholt“ und zuverlässig in das Produktdaten- und Product Lifecycle Management eingebunden werden können.

pdficongrECONOMIC ENGINEERING Nr. 6, Oktober 2009