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Innovationserfolg durch Selbstorganisation

Nicht billiger, sondern besser und schneller zu sein: Darin sieht Hans-Jörg Bullinger, kürzlich erst als Manager des Jahres ausgezeichnet, die Chance der deutschen Wirtschaft sich im globalen Wettbewerb zu behaupten. Um Innovationen erfolgreich auf den Weltmarkt zu bringen, plädiert der Präsident der Fraunhofer-Gesellschaft nachdrücklich für eine zeitgemäße Arbeitsorganisation, die Mitarbeitern deutlich mehr Handlungsspielraum bei der Gestaltung ihrer Aufgaben lässt, als dies bislang üblich ist.

„Wir sind in vielen Betrieben immer noch so organisiert, wie es zu Zeiten der Massenfertigung arbeitsteilig sinnvoll war. Aber heute wird es davon abhängen, dass wir Arbeitsformen finden, die wir entlang der Geschäftsprozesse organisieren. Dazu gehört auch, dass wir unseren Mitarbeitern auf den verschiedenen Ebenen mehr Autonomie einräumen. Das, so glaube ich, wird ein entscheidender Punkt sein. Denn Innovationen werden – Rechnerunterstützung hin oder her – letztendlich von Menschen gemacht“, betont er im Interview mit dem Weser Kurier. Ohne Autonomie keine Kreativität, so seine Überzeugung, die er von immer mehr Unternehmen geteilt sieht. „Ich habe den Eindruck, dass wir da eigentlich auf einem guten Weg sind und die Firmen begriffen haben, dass sie niemandem befehlen könne, etwas zu erfinden“.

Auszug aus dem Weser Kurier vom 9. Dezember 2009, das Interview führte Petra Sigge.