CONTACT Software GmbH

CIM DATABASE Usermeeting 2005

Anwendertreffen stößt auf großes Interesse: Teilnehmerzahl wächst um über 50 Prozent

contact fahneEin Bild mit Symbolcharakter: Während auf dem Messegelände die letzten Abbauarbeiten der gerade zu Ende gegangenen Internationalen Automobilausstellung (IAA) zu beobachten waren, gab es für die Mitarbeiter des Maritim-Hotels in Frankfurt keine Atempause. Abermals hatte man viele Gäste aus der Branche im Haus - ebenso wie auch namhafte Unternehmen aus den Bereichen Maschinen- und Anlagenbau, öffentliche Infrastruktur und nicht zuletzt aus Lehre und Forschung. Denn vom 27.-29.10. drehte sich im Maritim nahezu alles um das CIM DATABASE User Meeting 2005, welches nicht nur die komplette Veranstaltungsetage mit Plenarsaal und fünf weiteren Räumen plus Foyer belegte. 131 externe Teilnehmer - ein Plus von über 50% im Vergleich zum letzten Anwendertreffen - und dazu 30 Mitarbeiter der CONTACT Software GmbH ließen Küche und Service rotieren und sorgten auch dafür, dass sich mancher im großen Plenarsaal auf der Fensterbank wieder fand.

Das überaus große Interesse an der diesjährigen Fachtagung war einmal mehr der Tatsache zu verdanken, dass sich wieder zahlreiche Kunden dazu bereit erklärt haben, über ihre CIM DATABASE-Anwendungen und deren Nutzen für ihr Unternehmen zu berichten. Die externen Beiträge bestimmen mittlerweile zu über zwei Drittel das Programm; eine sehr erfreuliche Tendenz, da der praxisorientierte Erfahrungsaustausch zwischen Unternehmen das vorrangige Ziel der Veranstaltung ist. Dass dieses Konzept bei den Teilnehmern überaus gut ankommt, zeigten schon die letzten User Meetings und auch die Tatsache, dass viele Unternehmen mehrere Mitarbeiter schicken, um Workshops parallel belegen zu können. Und natürlich die positiven Reaktionen während und nach der Veranstaltung: "Es ist wirklich eine bereichernde Erfahrung, so viele CIM DATABASE-Anwender zu treffen und einen Einblick zu gewinnen, was man mit dem System noch so alles machen könnte", fasst Patrick Rieder, Leiter F&E Engineering und Support bei der Schweizer LEISTER Process Technologies, seine Eindrücke zusammen.                                                  

plenum.gifZum diesjährigen Kundentreffen waren mit Prof. Abramovici (Ruhr-Univ. Bochum), Prof. Kellner (ehem. VW AG), Rainer Klingenmayer (BMW AG), Sebastian Schöning (Werkzeug- maschinenlabor/ WZL, RWTH Aachen) und Helmut Möller (VDMA) wieder einige in ihrer Branche renommierte Experten eingeladen, die sich z.T. seit Jahrzehnten intensiv mit dem Themenkomplex EDM/PDM/PLM beschäftigen

Sie erörterten in ihren Beiträgen aus verschiedenen Blickwinkeln die Frage nach der Wettbewerbsfähigkeit der deutschen Wirtschaft in einem zunehmend globalisierten Markt, skizzierten die damit verbundenen Anforderungen und diskutierten mögliche Strategie- und Lösungsansätze mit den Teilnehmern. 

pdm/plm expertenrundeSo analysierte Prof. Abramovici, der als  Koryphäe in diesem Umfeld gilt, in seinem  Eröffnungsvortrag die wichtigsten  Megatrends  im Engineering bis 2015. Sebastian  Schöning, am Lehrstuhl für  Produktionssystematik der RWTH Aachen  Leiter der Abteilung Innovationsmanagement  im WZL, beleuchtete die Erfolgsfaktoren  innovativer Unternehmen, und ihre Product  Lifecycle Management-Strategien (PLM). Im Bereich Forschung und Entwicklung, so sein Fazit, sind ein effizientes Projektcontrolling, die strikte Prozessorientierung und ein ganzheitlicher Ansatz beim Management von Daten, Informationen und Wissen für alle Produkte und Produktvarianten unverzichtbar.

Auch Prof. Kellner, der bei der Volkswagen AG über ein Jahrzehnt lang für alle IT-Anwendungen und Informationssysteme im Kernbereich Forschung und Entwicklung zuständig war, thematisierte vor dem Hintergrund der verteilten Zusammenarbeit zwischen verschiedenen Unternehmensstandorten und mit einer Vielzahl von externen Partnern das idealtypische PLM-Szenario zur Unterstützung eng vernetzter Geschäftsprozesse - umriss aber auch die organisatorischen wie technologischen (teilweise Hersteller-bedingten) Hürden auf dem Weg dahin.

podiumsdiskussion pdm/plmFoto v. l.n. r.: Prof. Kellner, Rainer Klingenmayer (BMW), Frank Patz (CONTACT), Eberhard Reich (KOSTAL), Michael Niestegge (OLBRICH)

In der anschließenden Podiumsdiskussion wurde deutlich, dass andere Branchen vor ähnlichen Herausforderungen stehen. Dass dies  heute schon im besonderen Maße für den Maschinen- und Anlagenbau gilt, konnte Michael Niestegge, IT-Leiter der Herbert Olbrich GmbH, anhand eigener Erfahrungen verdeutlichen, da das zur Borgers-Gruppe gehörende Unternehmen in beiden Branchen aktiv ist: Als Systemlieferant für die Automobilindustrie und als Hersteller von Produktionsanlagen für Bahnenware (Tapeten, Bodenbeläge, Folien...)

Bestätigt wurden seine Aussagen durch Helmut Möller, den Vorsitzenden im Ausschuss Informatik des VDMA, der in seinem Vortrag über den Strukturwandel im Maschinen- und Anlagenbau die Analogie zur Automobilindustrie wieder aufgriff. Da Komponentenzulieferer hier ebenso zunehmend einen Großteil der Innovationsleistungen erbringen, weil sich die Hersteller mehr und mehr auf ihre Kernkompetenzen fokussieren, sieht Möller im Einsatz unternehmensübergreifender Technologien ein großes Optimierungspotenzial - gerade auch in Hinblick auf das Komplexitätsmanagement, die Produktstandardisierung sowie eine engere Verzahnung von Entwicklung und Produktion.

workshop teilnehmerDie schrittweise Umsetzung von PLM-Strategien unter Einsatz von CIM DATABASE als zentraler Engineering Collaboration-Plattform für die Daten- und Prozessintegration war auch Thema etlicher Anwendervorträge. Behandelt wurden dieses Jahr die Schwerpunkte Wissensmanagement und Know-how-Schutz, die Vorteile tief integrierter PDM/ERP-Verfahren, das verteilte 3D/CAD-Datenmanagement und der Datenaustausch mit Partnern (mit Fokus auf CATIA V4 und V5) sowie verschiedene Aspekte des Projektmanagements wie Rollen- und Rechtevergabe, Projektablage, Qualitätssicherung, Fortschritts- und Kostenkontrolle etc.

 Zu den Sonderthemen zählten die standortübergreifende Replikation von mehrsprachigen Meta- und Nutzdaten, die für die weltweit tätige und in ihrem Bereich marktführende Kronospan-Gruppe realisiert wurde. Außerdem das PDM-gestützte Klassifikations- und Findesystem der CMC/Hymer-Gruppe (mit 36 Teilnehmern Spitzenreiter bei der Workshop-Belegung), das jüngste Teilprojekt bei der Stuttgarter Straßenbahnen AG, bei dem der Einsatz von CIM DATABASE auf die Vorgangsbearbeitung bzw. das Dokumenten- und Workflowmanagement im kaufmännischen Verwaltungsbereich ausgedehnt wurde - und nicht zuletzt der EWE-Workshop, der eindrucksvoll belegte, wie weit man bei dem fünftgrößten Energieversorger Deutschlands die Vorgaben für ein effizientes Lifecycle Management - in diesem Fall für Versorgungsnetze und Anlagen - schon umgesetzt hat.

contact empfangBei allen Vorträgen zeigte sich einmal mehr, wie stringent sich viele Kunden die zahlreichen Neuerungen seit Version 2.9.3 und vor allem 2.9.4 zunutze machen, um ihre Kernprozesse durchgängig zu unterstützen und das System optimal auf ihre Anforderungen anzupassen. "Die Vorträge waren, wie auch die Gespräche zwischen den einzelnen Terminen, sehr informativ und aufschlussreich", so Herbert Janßen, bei dem Maschinen- und Anlagenbauer Siempelkamp für den Bereich Normung und Technische Dienste verantwortlich.

"Insgesamt war es ein sehr gelungenes Meeting und ich hoffe, dass sich der geschäftliche Erfolg der CONTACT Software GmbH weiterhin einstellt, wozu solche Veranstaltungen sicherlich positiv beitragen."