CONTACT und Universität Bremen starten PDM-Forschungsprojekt
Autarker CIM DATABASE-Betrieb auf mobilen Endgeräten für den Serviceeinsatz
Hannover, 11. April 2005 – Die CONTACT Software GmbH und das Technologie-Zentrum Informatik (TZI) der Universität Bremen haben das gemeinsame Forschungsprojekt "Mobile Product Data Management" (m-pdm) gestartet. Im Rahmen des Projekts soll eine autarke und zugleich mit dem zentralen PDM-Datenbestand synchronisierte Anwendung entstehen, die offline auf mobilen Endgeräten nutzbar ist. Gedacht ist das mobile PDM-Modul für Außendienstmitarbeiter, die im Rahmen von Montage-, Inspektions- und Wartungsarbeiten von unterwegs aus Zugriff auf aktuelle technische Unterlagen benötigen – um einerseits ihre Aufgaben erledigen und andererseits ihre entsprechenden Maßnahmen dokumentieren zu können. Pilotanwender wird mit der EWE AG die Nr. 5 im deutschen Energiemarkt sein, die CIM DATABASE seit längerem konzernweit als zentrale technische Informationsplattform einsetzt und mit einer mobil zu nutzenden PDM-Lösung die Überwachung ihrer Versorgungsnetzwerke (Strom, Gas, Wasser und Telekommunikation) weiter optimieren möchte. Der m-pdm-Prototyp wird auf Laptops laufen; später ist auch der Einsatz auf anderen Endgeräten wie PDAs geplant. Erste Standard-Anwendungen werden voraussichtlich auf der nächsten Hannover Messe einer breiteren Öffentlichkeit vorgestellt. Das innovative Forschungsprojekt wird durch das Landesprogramm ‚bremen in t.i.m.e.’ gefördert und soll Mitte 2006 abgeschlossen sein.
Eine einfach zu wartende mobile Lösung, die wesentliche PDM-Funktionen auch an Orten ohne online-Verbindung bereitstellt und Datenbestand wie Systemkonfiguration mit der zentralen Installation synchronisiert, ist bislang am Markt nicht verfügbar. Dabei stellt die Instandhaltung von Produkten, verteilten Betriebsstätten und weltweiten Produktionsanlagen mit zunehmender Komplexität und Gefahrenpotenzial eine immer wichtigere Aufgabe im Product Lifecycle Management (PLM) dar. Doch Werkzeuge, die Serviceaufgaben lokal unterstützen, stehen oft nicht zur Verfügung – bedingt durch mangelnde Funknetze, hohes Datenvolumen technischer Unterlagen oder beengte Räumlichkeiten wie bspw. in der Gondel einer Windkraftanlage. Ohne Zugriff auf aktuelle Produktdaten können aber Hintergrundinformationen vor Ort potenziell unvollständig sein, während Ergebnisse wiederum nachträglich in das Zentralsystem eingepflegt werden müssen – ein zeitaufwendiges und fehlerträchtiges Verfahren. Das Ergebnis des Projekts m-pdm schließt diese Lücke: Mobiles Arbeiten im technischen Anwendungsbereich wird durch ein bedarfsgerechtes Informationsmanagement unterstützt.