CONTACT Software GmbH

Referenz: Hans Güntner GmbH

Kälte- und Klimatechnikexperte setzt CIM DATABASE zum unternehmensweiten Produktdaten- und Dokumentenmanagement ein


Innovationsführerschaft sichert internationale Wettbewerbsfähigkeit

Die Güntner Gruppe hat sich in den 90er Jahren vom lokalen Anbieter zu einem weltweit agierenden Global Player gewandelt. Das 1932 gegründete Unternehmen, ursprünglich auf die Komponentenproduktion für Kühltheken in Supermärkten u.ä. spezialisiert, zählt heute zu den europäischen Marktführern im Bereich der Wärmeübertragungstechnik und hat sich auch international erfolgreich etabliert. Außer am Hauptsitz in Fürstenfeldbruck gibt es mittlerweile Entwicklungs- und Produktionsstandorte in Ungarn, Russland, Mexiko und Indonesien sowie ein weltumspannendes Service- und Vertriebnetz, mit dem die Unternehmensgruppe auf allen Kontinenten direkt oder über Werksvertretungen präsent ist.

Als Partner von Komplettanbietern der Kälte- und Klimatechnik liefert Güntner mit lamellierten Wärmeaustauschern diejenigen Systemmodule, ohne die eine Klimatisierung großer Gebäudekomplexe oder Serverräume, der Betrieb gewerblicher Kühlanlagen, aber auch die intensive Nutzung von Windkanälen gar nicht möglich wäre. Ob das Aral-Tankstellennetz, der neue Münchener Franz-Joseph-Strauß-Flughafen, die Wintersportanlage in Lillehammer oder der Spreebogen: Überall ist Güntner-Technik zu finden – wenn auch nicht auf den ersten Blick, da Produkte wie Rückkühler, Verdampfer oder Verflüssiger in technische Anlagen von Gebäuden integriert werden.

Getragen wird das Wachstum der Firmengruppe vom Unternehmensleitbild der absoluten Kundenzufriedenheit und dem Willen, sich gegenüber dem Wettbewerb durch eine stetige Technologie- und Innovationsführerschaft abzugrenzen – unterstützt durch eine IT-Strategie, die die Möglichkeiten moderner Kommunikations- und Informationslösungen konsequent für alle Kernprozesse zu nutzen weiß.

Eine zukunftsorientierte IT-Strategie

Im Zuge der Internationalisierung wurde eine verteilte IT-Infrastruktur realisiert, in der jeder Standort zur besseren Aufgabenabwicklung in einer lokalen Client/Server-Umgebung arbeitet, die komplett vom Hauptsitz aus verwaltet wird. Strategische Anwendungen sind unternehmensweit die miteinander gekoppelten ERP-/PDM-Systeme Baan IV und CIM DATABASE 2.9.3. Für Austausch und Abgleich der digitalen Informationen wird ein leistungsfähiges Intranet mit schnellen Datenverbindungen zu den Auslandsniederlassungen genutzt, wobei der Zugriff auf das Firmennetz und die zentralen Datenbestände je nach technischen Gegebenheiten über ein VPN (Virtual Private Network), eine Standleitung oder – bei einer reinen Informationsrecherche – einen abgesicherten Web-Login erfolgt. Mit dem Ziel der kontinuierlichen Prozessverbesserung treiben die IT-Verantwortlichen bei Güntner zur Zeit den erweiterten Einsatz von CIM DATABASE (verbunden mit einem Update auf Version 2.9.4) in Richtung Projektmanagement voran, und setzen so die Reihe ambitionierter IT-Projekte in den vergangenen Jahren nahtlos fort.

Zuerst wurde als Konsequenz aus dem Aufbau ausländischer Produktionsstätten Baan als ERP-System eingeführt, mit eigenen Mandanten für jeden Standort basierend auf der Zentral-Installation in Fürstenfeldbruck, in der alle verteilten ERP-Daten gepflegt werden. Mittlerweile verfügen die Tochterunternehmen der Hans Güntner GmbH neben der Fertigung auch über eigene Engineering-Bereiche, da aufgrund der guten Geschäftslage zunehmend Teilaufgaben aus der bisher auf Deutschland konzentrierten Entwicklung und Auftragskonstruktion ins Ausland verlagert wurden. Vor dem Hintergrund geänderter Organisationsstrukturen und der Umstellung von 2/D auf das 3/D-CAD-Paket Solid Edge fiel dann Ende 2002 die Entscheidung ein breit angelegtes PDM-Projekt mit dem Ziel zu initiieren eine horizontal ausgelegte Plattform für alle technischen Dokumente aufzubauen, die innerhalb der gesamten Güntner Gruppe, d.h. auch von Nicht-CAD-Anwendern, zu nutzen sein sollte. Die Kernanforderung seitens Güntner war die Schaffung eines einheitlichen technischen Dokumentationsstandes in Fürstenfeldbruck und die dezentrale, weltweite Bereitstellung dieser Informationen über alle Geschäftsregionen hinweg in Echtzeit.

Unternehmensweites Produktdaten- und Dokumentenmanagement

Das PDM-Projekt wurde von Anfang an so angelegt, dass es nicht nur auf das CAD-Datenmanagement abzielte, sondern generell auf die qualitätsgesicherte Zusammenführung und Verwaltung aller produktrelevanten Unterlagen. Langfristig soll jedes Dokument mit seinen Metadaten erfasst werden, das im Rahmen von Engineering- und Fertigungsprozessen bis hin zu Vermarktung und Betrieb der Wärmaustauschkomponenten in den heterogenen Erzeugersystemen der verschiedenen Abteilungen entsteht. Die projektbezogene Unterstützung einer standortübergreifenden Entwicklungszusammenarbeit war ein weiteres Kriterium bei der Systemauswahl, die CONTACT Software u.a. mit den Standardintegrationen von CIM DATABASE zur CAD-, ERP- und Office-Welt, dem Modul PCS (Project Controlling System) und den Möglichkeiten der flexiblen, bedarfsgerechten Datenmodellierung zur Unterstützung unternehmensspezifischer Geschäftsprozesse für sich entscheiden konnte.

Im Vorfeld der CIM DATABASE-Einführung haben sich IT-Verantwortliche und Entwicklungsleiter der Güntner Gruppe intensiv mit den Potenzialen moderner PDM-Technologien auseinander gesetzt, woraus ein entsprechend komplexer Anforderungskatalog resultierte. Trotzdem konnte die Software in kurzer Zeit produktiv gesetzt und beständig weiter ausgebaut werden – dank der guten Zusammenarbeit im Projektteam, den fundierten Kenntnissen auf beiden Seiten und der zügigen Umsetzung klar definierter Teilziele. Im Juni 2003 gingen Fürstenfeldbruck und im September auch die Güntner-Tata KFT in Ungarn mit der Zeichnungs-, Modell- und Dokumentenverwaltung für über 30 Solid Edge-Arbeitsplätze in Betrieb; inkl. Stücklistenwesen und einem standortübergreifenden Workflow für die Freigabe- und Änderungsprozesse. Parallel dazu setzte man den bidirektionalen Abgleich (Artikel & Stücklisten) mit der zentralen Baan-Installation - und darüber auch mit den lokalen ERP-Mandanten - um, so dass die Prozesskette von der Konstruktion, über die Arbeitsvorbereitung bis hin zu Produktion und Logistik durchgängig unterstützt wird.

Mit der strategischen Positionierung als horizontales technisches Informationssystem wird CIM DATABASE auch von Vertrieb sowie Marketing häufig genutzt und verwaltet eine Vielzahl verschiedener Office-Dokumente, wie z.B. die komplette Kundendatenbank, Wartungslisten und die Normteil-Bibliotheken von Güntner. Die Nicht-CAD-Anwender greifen via Web-Client auf die zentrale PDM-Datenbank zu, während jeder Entwicklungsbereich über einen lokalen PDM-Server mit Electronic Vault verfügt, wobei alle Metadaten ausschließlich am Hauptsitz in Fürstenfeldbruck gehalten werden.

Optimierte Projektabwicklung mit CIM DATABASE 2.9.4

2004 nutzte Güntner überwiegend für die Konsolidierung der rasant gewachsenen PDMUmgebung. Außerdem ging mit Mexiko ein weiterer Standort in den Produktivbetrieb, in Indonesien wird dieser gerade vorbereitet. Im Ausland wird bislang eine englische System- Version eingesetzt; eine spanische soll eventuell folgen.

Zurzeit läuft die Feinspezifikation für den PCS-Prototypen, mit dem Güntner die standortübergreifende Abwicklung jeder Art von Projekten (Vertrieb, Organisation, Entwicklung ...) optimieren möchte. Die Verbesserungen sollen auf der Planungs- wie Durchführungsebene greifen und u.a. eine strukturierte Projektablage, die Erfassung von Sach- und Arbeitsaufwänden sowie eine Reihe von qualitätssichernden Maßnahmen im jeweiligem Projektkontext umfassen. Der Prototyp wird auf einer parallelen Installation unter 2.9.4 eingeführt und dann sukzessive erweitert, bevor das unternehmensweite Roll-out der Projektmanagement-Lösung und damit auch die Zusammenführung beider Installationen erfolgen wird.

Eingeplant ist auch der Einsatz von CIM DATABASE/SML, sobald die mit dem Beratungsunternehmen IGS durchgeführte Standardisierung des Teilespektrums bei Güntner abgeschlossen ist. Im Gespräch ist außerdem der Aufbau eines digitalen Archivs, das über eine CIM DATABASE-Integration mit allen Informationen für eine – auch rechtlichen Vorgaben entsprechende – vollständige Produktdokumentation versorgt werden soll.

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