CIM DATABASE/PDX mit neuem Framework für den Datenempfang
Automatisierbare Qualitätsprüfung, Dekompression und Formatkonvertierung
Bremen, 11. November 2004 – Die CONTACT Software GmbH hat ihr Datenaustausch-Modul CIM DATABASE/PDX (Product Data Exchange) um ein Framework ergänzt, das Unternehmen eine Sammlung von Werkzeugen und Abstraktionen für die effiziente Bearbeitung von eingehenden CAD-Dateien und Office-Dokumenten bietet. Dadurch lassen sich die typischen Aufgabenstellungen auf Empfängerseite – Qualitätsprüfung der Daten, Zuordnung zum Auftrags- oder Projektkontext, Formatkonvertierungen, Vergabe von Zugriffs- und Bearbeitungsrechten und anderes – weitgehend automatisieren, was wiederum die manuelle Aufbereitung der Daten auf ein Minimum reduziert. Zusammen mit den ebenfalls automatisierbaren, rechtegesteuerten Versandmechanismen in PDX können Unternehmen einen zentralen Datenaustausch-Service für ihre Engineering Collaboration-Prozesse aufbauen, mit dem sich sowohl häufige Übertragungsfehler und Sicherheitslücken als auch aufwändige Import-/ Export- und Konvertierungsvorgänge vermeiden lassen.
Für Anwender oder Administratoren zeigen sich die Vorteile des erweiterten PDX-Moduls vor allem im CAD-Umfeld, weil die neue Werkzeugsammlung besonders die Probleme adressiert, die mit dem Empfang großer CAD-Modelle verbunden sind. Zu den ‚Klassikern’ gehört die Überprüfung der Eingangsdaten auf Vollständigkeit, angesichts der Unschärfen in den gängigen Übertragungsprotokollen ein mühsames Unterfangen – mit dem neuen ENGDAT-Reader von PDX allerdings nicht mehr: Aus einer ENGDAT-Kette – d.h. den einzelnen verschickten Dateien und dem ENGDAT-Protokoll (Abstract) – wird ein Empfangsvorgang gebildet, bei dem der neue Interpreter automatisch das Abstract auswertet und die Original-Benennung, z.B. von einer Pro/ENGINEER- oder CATIA V5-Baugruppe, wieder herstellt. Mit den Metadaten in CIM DATABASE erfasst, steht dieses Datenobjekt dann – ebenso wie alle anderen empfangenen Dateien - qualitätsgesichert den unterschiedlichen PDM-Workflows innerhalb eines Unternehmens zur Verfügung.
Unternehmensspezifische Regeln für den Datenaustausch werden als Partnerparameter zentral in das in CIM DATABASE integrierte, LDAP-fähige Organisationsmodell eingetragen und gepflegt. Beim Versand von Daten genügt die Angabe des Empfängers, da alle weiteren Verfahrensschritte auf Basis des hinterlegten Profils von der PDX-Anwendung übernommen werden. Das Modul bereitet die Quelldaten der CAD-Systeme mit Metadaten (z. B. Projektnummer) und Referenzstrukturen auf, konvertiert sie in das gewünschte Format (native, CATIA V5 nach STEP, IGES, VDA, DXF etc.), stößt die vorgegebenen Kompressions- und Archivierungsverfahren an, transportiert die Daten über den gewünschten Versandweg und protokolliert sämtliche Schritte vom Erstellen eines Sendeauftrags bis zu seiner vollständigen Abwicklung. Versende- wie auch Empfangsvorgänge können direkt von jedem Arbeitsplatz aus recherchiert werden; einzurichten ist auch eine automatische Benachrichtigung über den Status des Austauschprozesses via E-Mail.
Neben zahlreichen EDI-Tools unterstützt PDX den sicheren Up- und Download technischer Produktinformationen über das Internet - von Zeichnungen, Stücklisten, QS-Dokumenten bis hin zu kompletten CAD-Baugruppen. Die Integration von Prüfsystemen, z.B. Q-Checker, ist ebenso möglich wie die Nutzung des CIM DATABASE Document Conversion Server (DCS) zur automatischen Umwandlung von Daten in beliebige Sekundärformate wie TIFF, hpgl, pdf etc. Mit der aktuellen Version 2.9.4 bietet der asynchrone Konvertierungsdienst eine Reihe von neuen oder verbesserten Pug-Ins für die CAD-Anwendungen AutoCAD (Inventor i.V.), CATIA V4 und CATIA V5, ME 10 und SolidDesigner (OneSpaceDesigner), Pro/ENGINEER, Solid Works und Unigraphics NX.
Als zentraler Dienst für den Datenaustausch mit Kunden und Zulieferern eingesetzt, stellt die unternehmensweite Nutzung von CIM DATABASE/PDX eine echte Wertschöpfung dar: Das Modul ist es sehr flexibel an die jeweiligen Organisationsstrukturen und IT-Landschaften - wer soll welche Daten in welchen Format über welches Medium bekommen - anzupassen, schützt unternehmenskritische Daten umfassend vor manuellen Fehleingaben, unbefugten Zugriffen sowie Manipulationen, erhöht die Prozessqualität wie -sicherheit und entbindet Anwender wie Administratoren von der aufwändigen Aufbereitung ein- wie ausgehender Daten. Zudem sind alle Transaktionen auch im Nachhinein lückenlos nachzuvollziehen, da sie detailliert in der PDM-Datenbank protokolliert werden, was Auftraggebern wie Auftragnehmern ein hohes Maß an Rechtssicherheit im Falle von Terminüberschreitungen, Qualitätsmängeln etc. gewährleistet.